Diese wunderbaren Katzen sind gemütlich und sonnig vom Charakter und anhänglich wie kleine Kinder, frech, charmant temperamentvoll und zugleich extrem liebevoll zu ihresgleichen und zu ihren Menschen.Die Thais sind intelligent, eigensinnig und unbeschreiblich geschwätzig. Sie erobern die Herzen der Zweibeiner mit ihrem unwiderstehlichen Charme, lautem Schnurren und einem stürmischen Temperament und ihrem unermüdlichen, munteren Dabeiseinwollen, das viel, viel mehr ist, als nur schmeichelndes Auf-dem-Schoß-sitzen.


Wer sich einmal die Mühe und das Vergnügen macht, zusammenzutragen, welche charakteristischen Eigenschaften die verschiedensten Autoren von Katzenbüchern, Artikeln, Gedichten der Siam/ Thaikatze zuerkannt haben, findet neben vielen allgemein “kätzischen” Zügen wie schmeichelnde Zärtlichkeit, Unabhängigkeit, Eigenwilligkeit, Verspieltheit, Neugier, List, Ausdauer, Geduld, Vorsicht, auch eine ganze Reihe weiterer Eigentümlichkeiten und Begabungen, die verraten, dass die Siam/ Thaikatze tatsächlich immer wieder als etwas Besonderes, ja etwas anders als andere Katzen angesehen wurde und wird.


Durch ihr lebhaftes aufgeschlossenes Wesen sind sie sehr gelehrig und lassen sich leicht erziehen. Sie fordern direkt dazu auf, ihnen etwas beizubringen. Am Apportieren finden viele Thaikatzen großen Spaß, ob Haarbällchen, Wedel, Papierkügelchen, Spielmäuse, alles wird dem Besitzer überbracht. An der Leine können sie laufen lernen, beinahe wie ein Hund und mit leckerer Bestechung lernt sie auch viele Kunststückchen. Man sagt, von allen Katzen sei die Siam/ Thai dem Hund am ähnlichsten. Wohl wegen der direkten Zuwendung, wegen ihrer starken Bezogenheit auf den Menschen.

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Tatsächlich ist das etwas, was man bei Katzen sonst nicht findet. Nur die Siam/ Thaikatze schaut dem Menschen so ruhig und lange unverwandt und direkt in die Augen, wenn sie mit ihm spricht. Diese fast “persönlichen” Blicke aus den leuchtend blauen Augen gehören zu der rätselhaften Faszination, die von ihr ausgeht. Nicht umsonst wird gesagt, wer einmal eine Siam/ Thaikatze besessen hat, wird selten zu einer anderen Rasse übergehen!


Thaikatzen sind sehr neugierig und beschränken das nicht nur aufs Spielen. Wenn es an der Tür klingelt, sind die Katzen zuerst da und wollen schauen, wer da nettes kommt. Steht ein Umzug an oder muss die Wohnung wieder umgeräumt oder ausgemistet werden, ist das für die Thai der ideale Spielplatz. Da gibt es so viel zu entdecken und auszuprobieren, ihr Liebling wird nicht müde dabei.

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Die Thai ist eine Reisekatze, sie fährt gerne mit dem Auto, sofern man sie recht früh daran gewöhnt hat. Auch Tierarztbesuche sind mit ihr kein Problem. Wie ein Hund hängen auch die Thais sehr an ihren Menschen. Sie fahren lieber mit in jeden Familienurlaub (oder mit Frauchen ins Büro) und finden sich schnell in der neuen Umgebung zurecht, als dass sie zwei Wochen allein in der großen leeren Wohnung verbringen müssen. Sie brauchen die menschliche Nähe, sie lieben das Beisammensein mit “ihren” Menschen!

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Thais lieben Gesellschaft, auch gerne die von Artgenossen. Sie unterhalten enge soziale Kontakte zueinander und es macht großen Spaß, einer solchen Bande beim Spielen, Putzen und Unsinn anstellen zuzuschauen. Idealerweise hält man gleich 2 oder 3 Tiere in einer Gruppe. 

Was gibt es schöneres als zwei fröhlich miteinander spielende oder in sich gekuschelte Katzen im Haus zu haben?

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Durch ihre enge Bindung an den Menschen ist es meist kein Problem sie auch mit Hunden zu vergesellschaften. Natürlich müssen sich beide zuerst beschnuppern, aber das Eis ist schnell gebrochen. Viele Thais kuscheln mit den "anderen" Vierbeinern, putzen sie oder gehen sogar mit spazieren, wenn Hundchen Gassi geht.


Thais sind besonders kinderlieb und sind wunderbare Spielgefährten und Freunde für Kinder. Es wurden schon Mütter beim Spaziergang beobachtet, die ihren Nachwuchs zusammen mit der Thaikatze im Kinderwagen ausfuhren.

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Thais verstehen es, ihre Menschen auf Trab zu halten, sind sie der Meinung, sie bekommen zu wenig Aufmerksamkeit, lassen sie sich bisweilen Aufsehen erregende Methoden einfallen, um wieder im Mittelpunkt zu stehen. Thai sind dafür bekannt Flausen im Kopf zu haben....

Eine zweite Katze bringt für die Bezugsperson deutliche Entlastung, falls es zu viel wird. Und das bei geringem Mehraufwand. Die Einzelkatze hat dann einen adäquaten Partner. Und was gibt es schöneres als zwei fröhlich miteinander spielende oder in sich gekuschlete Katzen im Haus zu haben?


Es ist auch möglich, eine Thaikatze als Einzelkatze zu halten. In diesem Fall sollte die menschliche Bezugsperson allerdings nicht ganztags arbeiten gehen, da es sonst schnell passiert, dass die Katze sich langweilt und Unfug anstellt oder einfach unglücklich oder unzufrieden ist. Thaikatzen, die allein gehalten werden, verlangen von ihrer Familie einiges an Einsatz ab. Ihre Menschen sind für sie dann Familie, Animateur, immer einsatzbereite Streichelmaschinen und anderes.

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Wer sich überlegt, eine Thaikatze anzuschaffen, sollte, wie bei der Hundeerziehung, konsequent sein. Geschickt schafft sie es, ihre Menschen um die kleine Pfote zu wickeln und es kann passieren, dass das süße kleine Fellknäuel schnell die Herrschaft an sich reißt und ehe wir uns versehen, stehen wir unter Mietzes Scheffel und dienen ihr, wie immer ihrer Majestät es gerade passt. Aber eigentlich ist die Thai mit ihren wunderschönen himmelblauen Augen eine ganz unkomplizierte Rasse, mit der auch Anfänger problemlos fertig werden.


Die Stimme der Siam/ Thaikatze:
Wer sich für eine Siam/ Thaikatzen zum ständigen häuslichen Begleiter wählt, verändert damit unweigerlich auch die “akustische Stimmung”, denn sie verfügen über eine stimmliche Palette, die viel breiter ist, als die jeder anderen Katze. Von nun an ist da etwas in den vier eigenen Wänden, das zwar nicht ständig, aber leidenschaftlich gern und unermüdlich plappert, fragt, bittet, erzählt, raunzt, quäkt, gurrt, schnurrt, singt oder trompetet. Dazu gehört auch das drohende Knurren, wenn ungebetener Besuch kommt.


Wer sich eine solche Katze ins Haus holt, der muss das alles lieb haben können. Nicht nur die blauen Strahle-Augen, die tänzerische Eleganz, das kluge, rätselhafte Maskengesicht, sondern auch die Stimme.

Und nicht zu vergessen, Thaikatzen sind bis ins hohe Alter hinein  sehr aktiv und  verspielt und fordern dies auch  täglich von ihren Besitzern  ein.

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(C) Ute Geiger

QUELLE:

für einige Auszüge aus dem Text: Siamkatzen von Dr. Heinz Schmoll

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